Was ist Judo?

Judo (JU = Sanftheit, DO = Lehre, Weg) wurde in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts vom Japaner Jigoro Kano aus alten asiatischen Kampfkünsten entwickelt. Im Judo zählt nicht rohe Kraft, sondern – wie „JU“ ausdrückt – mit Nachgiebigkeit und der geschickten Nutzung der Kraft des Gegners ans Ziel zu kommen. „DO“ steht für den Weg, also den persönlichen Lern- und Entwicklungsprozess, der Judo zu einer echten Lebensschule macht. Dieses Prinzip lässt sich auch auf den Alltag übertragen – ganz nach dem Sprichwort: „Der Klügere gibt nach.“
Neben der körperlichen Fitness fördert Judo vor allem Respekt, Rücksichtnahme und einen fairen Umgang miteinander. Anders als im Ju-Jitsu können sich Judoka im Judo unter strengen Regeln gefahrlos im Wettkampf messen und dabei ihre eigenen Grenzen austesten. Ziel ist es, den Gegner auf den Rücken zu werfen, ihn am Boden zu halten oder ihn mit einer Hebel- oder Würgetechnik zur Aufgabe zu bringen.